Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Gröticke & Partner GmbH
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Geographische Informationssystem

Der Begriff "Geografisches Informationssystem" ist die ursprüngliche Übersetzung des englischen Ausdrucks "Geographic Information System". Mittlerweile spricht man kurz vom "Geoinformationssystem" oder "GIS".

Als Geoinformationssystem versteht man ein rechnergestütztes System für die Erfassung, Verwaltung, Analyse sowie die Präsentation von raumbezogenen Daten. Sie dienen auch der Planung.

 INGRAFB

Kommunen setzen die Möglichkeit zum Beispiel ein, um ihr Kanal- oder Wasserleitungsnetz zu verwalten. Man spricht dann von Leitungskatastern.

Mit Hilfe der GIS-Software könne die individuellen Eigenschaften der Rohrleitungen (Objekte), wie die Dimension, das Rohrmaterial, das Baujahr oder ihr Zustand erfasst und in einer Datenbank verwaltet sowie ihre Beziehung zu anderen Objekten hergestellt werden. Dabei besteht der Vorteil gegenüber anderen Datenbanksystemen darin, dass die statistischen Daten mit einem räumlichen Bezug in Lage und Tiefe verbunden werden. So leistet dieses System mehr als klassischen Datenbanken.

Gerade für geplante Tiefbauarbeiten oder bei Störfällen (Rohrbrüchen) ist es wichtig, genaue Informationen über die Lage und Art bestehender Leitungen im Baufeld zu haben. Das GIS kann Rohrleitung in einer digitalen Liegenschaftskarte ausgeben.

Aber auch für die Unterhaltung der Netze sind die Angaben wichtig. So können zum Beispiel Betriebserfahrungen oder Zustandsinformationen mit der Leitung einschließlich der Historien verknüpft werden. So bieten sie die Grundlage für das Aufstellen von Sanierunskonzepten oder die Durchführung von hydraulischen Überrechnungen.

Ortsnetz

Neben Rohrleitungskatastern sind im kommunalen Bereich auch Kataster für die Pflege und Unterhaltung von Bäumen, Grünflächen, Straßen oder Altlasten verbreitet.

Die Daten aus den verschiedenen Applikationen werden dabei in einem System gepflegt und können so mit einander verknüpft, zusammen dargestellt oder verglichen, sowie verständlich und anschaulich ausgegeben werden.

Das Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Gröticke & Partner GmbH erstellt und pflegt unter anderem Leitungskataster für Kommunen und größere Industriebetriebe.

 

Dabei wird das Grafikprogramm "Geograf" der Firma HHK-Datentechnik eingesetzt, in dem sich visuelle Informationen wie zum Beispiel Leitungsart oder Fließrichtung ablesen lassen. Mit Hilfe der Datenbankverbindung (Firma Softplan Informatik) können einerseits zusätzliche Daten zu jedem grafischen Objekt abgespeichert, aber auch Verknüpfungen von Bildern und Videos von Inspektionen erstellt werden. Als Katastergrundlage dienen – zur besseren Orientierung – die digitalen Flurkarten der Vermessungsbehörden.

Die Gewinnung der geometrischen Daten (Datenerfassung) für ein Geoinformationssystem erfolgt durch verschiedene Erfassungsmethoden. Zu nennen sind zum Beispiel die:

  • Vermessung mittels Tachymeter oder GPS-Instrumenten

  • Digitalisierung von Papierkarten und Vermessungsplänen

  • Photogrammmetrie (Luftbilder durch externe Bildflugunternehmen)

 

Die Rohdaten müssen in eine einheitliche Struktur umgewandelt werden (Datenbearbeitung), sodass sie in einem System verwaltet werden können:

  • unterschiedliche Koordinatensysteme = Transformation

  • unterschiedliche Datenformate = Konvertierung

 

Aufgrund wachsender Datenmengen ist eine strukturierte Speicherung und kontinuierliche Aktualisierung der Sachdaten (Datenverwaltung) notwendig.

 

Wir führen zudem (räumliche) Analysen durch, dies sind Prozesse zur Gewinnung von nützlichen Informationen und Zusammenhängen, die dem Benutzer neue Erkenntnisse liefern, zum Beispiel durch:

  • Abfragen

  • Verschneidungen

  • Simulationen

  • Pufferung

Die Ergebnisse werden präsentiert. Dies erfolgt durch Darstellung und Visualisierung der Ergebnisse und Inhalte, zum Beispiel durch Kombination verschiedener Daten in kartografischer oder kartenähnlicher Form.